AM PULSSCHLAG DER REITKUNST
Aus der Praxis für die Praxis von Oberst Waldemar Seunig
Aus der Praxis von 60 Reiterjahren sind die in diesem Werk niedergelegten Erkenntnisse erwachsen, nicht am Schreibtisch, sondern in der Reitbahn und im Gelände, geläutert von einem einzig dastehenden Wissen um das Werden und die Gesetze der Reitkunst. So ist dieses Buch, nach des Verfassers eigenen Worten, "das kleine Einmaleins der Reiterei", dessen Beherrschung bei Pferd und Reiter zum Können des großen Einmaleins führt ein bebildertes Handbuch der Reit-Orthographie, unabhängig vom Wind der Mode<<.
Das völlig Neue dieses Buches liegt darin, daß hier zu jeder Übung die üblichen Fehler und ihre jeweilige Korrektur einander gegenübergestellt werden. Dies ist ein Novum in der Reitliteratur: um so begrüßenswerter, als über 60 äußerst präzise Zeichnungen des Verfassers das Für und Wider von Fehler und Korrektur veranschaulichen. Diese Methode wird besonders die Reiter zufriedenstellen, die nicht studieren, sondern sich knapp, aber genau für ihr praktisches Reiten informieren wollen, ohne den Ballast des Theoretisierens auf sich nehmen zu müssen. Von der Entwicklung der Losgelassenheit an den Hilfen über die beginnende Versammlung und schließlich die Steigerung der Versammlung mit allen Wechselwirkungen der verschiedenen Hilfen, werden sie mit allem vertraut gemacht, was nötig ist, um als guter Reiter vor kritischen Augen zu bestehen.
ÜBER OBERST SEUNIG:
»Der Obrist der Reiterei, Waldemar Seunig-Strobelhof, ist einer der vollendetsten Reiter und Pferdebildner, die Europa in unserer Zeit aus alter Tradition gewonnen hat. Die Schätze einer Erfahrung, welche bei ihm in jedem Nerv sitzt, vermochte dieser alte Humanist zurückschauend ins helle Licht einer Sprache zu heben, die nicht weniger elegant ist als sein Sitz im Sattel. Frei und natürlich beide, der Sitz und der Satz.<<
>>Wenn es den Titel,Professor der Hippologie' gäbe, Seunig wäre der Mann, der ihn verdiente.<<
Sankt Georg, 1957, Nr. 24
>>Nun tritt ein Genie des Wortes, des Sattels, des Allgemeinwissens, hauptsächlich in Geschichte und Hippologie, und der Kenntnis der lebenden Kreatur, sei es Mensch oder Pferd, mit der liebenswürdigen Unbefangenheit des sein Gebiet bis in die letzte Phase Beherrschenden vor uns hin, um uns von Xenophon bis auf unsere Zeit durch das Labyrinth der höheren Reitkunst zu führen. Es ist Oberst Seunig, von dem wir bereits viele ausgezeichnete Schriften kennen . . . Seunig hat die Grenze der reiterlichen Modellierung des Pferdes in sorgfältigem Studium einer langen Vergangenheit erkannt und weiß, wer ihr nahegekommen ist und wie man ihr wieder nahekommen kann.<<
K. von Knobelsdorff